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Warum ich es liebe zu Malen

Was das Malen früher für mich bedeutet hat.

Früher saß ich stundenlang auf meinem Bett, an meinem Schreibtisch und zeichnete beinahe wie besessen. Ich bekam oft stundenlang nichts um mich herum mit, wie bei einem besonders spannenden Roman.

Ich zeichnete oft Menschen, Figuren aus dem Fernsehen, ich stellte mich auch oft selbst dar in kriegerischen Posen, das Böse der Welt bekämpfend. Ich lebte mit der Zeichnerei meine Fantasie aus, erschuf mir eine eigene Welt in die ich, wann immer ich wollte, eintauchen konnte. Durch meine eigene Visualisierungen war diese Welt auch ein Stück weit realer für mich. Ich zeichnete mir damit eine Art zweite Realität, die mir half, innere Konflikte zu bewältigen, beim Malen war ich ganz eins mit mir, ja es war schon immer fast wie eine Art Meditation. Ich war regelmäßig im Flow. Und ich wusste auch Wochen nach einem Bild noch immer genau, was ich zu der Zeit gerade gefühlt hatte.

Bob Ross als Inspiration

Aber ich hatte auch den Anspruch an mich, besser zu werden. Ich begann mich für andere Techniken zu interessieren. Der Bleistift war für mich Werkzeug mein Innerstes auszudrücken, ich wollte aber jetzt auch künstlerisch umsetzen, neue Darstellungsformen finden.

Ich glaube, der erste Moment geschah, als ich zufällig auf ein Video von Bob Ross stieß. Ich war so unglaublich fasziniert, wie er mit diesen riesigen Pinseln so feine Landschaften malte, dass ich das unbedingt ausprobieren wollte. Jetzt gleich. Künstlerölfarben und Leinen am Block besaß ich schon. Meine Oma war damals meine größte Sponsorin. Sie kaufte mir sämtliche Malutensilien auch wenn ich noch gar nicht danach gefragt hatte. Und so lief ich in den Keller und holte zwei oder drei Malerpinsel meines Vaters und zimmerte mein erstes Ölgemälde mit … Jahren innerhalb von dreißig Minuten auf die Leinwand. Dass man bei Ölfarben mit Wasser nichts ausrichtet merkte ich auch sehr schnell, aber auch Pinselreiniger gab es in der Werkstatt meines Vaters. Damit mischte und verdünnte ich die Farben dann. Mischpalette war damals tatsächlich ein Stück Pappe.

Selbststudium und Malkurse

Und so wuchs meine Sammlung an Mal- und Zeichenutensilien rasant an. Ich bekam eine Staffelei, eine ordentliche Mischpalette, Ölfarben, Acrylfarben, Aquarellfarben, Zeichenkreide und und und. Und eigentlich alles kaufte mir Oma. Von ihr bekam ich auch zahlreiche Bücher über die unterschiedlichsten Künstler, aus denen ich mir immer wieder Inspiration holte und von denen ich lernte.
Mein erster Versuch mit Aquarellfarbe kostete mich eine Menge Farbe. Das Zeug wollte einfach nicht decken. Irgendwann fand ich heraus, dass das so sein muss. Ich wusste nur noch nicht, wie ich an diese Technik herangehen sollte. Bis mir Oma  einen Aquarellkurs bei der Volkshochschule schenkte.

Bei dem Künstler Wolfgang Nickel lernte ich eher experimentell mit der Aquarellfarbe umzugehen. Die Kurse waren keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen, davon halte ich eh nicht so viel, wir bekamen unser Motiv vorgesetzt und dann begannen alle einfach zu malen. Und obwohl jeder doch das gleiche Motiv hatte, sahen alle so unterschiedlich schön aus.

Und jeder entwickelte eine eigene Technik mit der Farbe umzugehen. Es entstand auch immer eine angenehme, gemütliche Stimmung, wie wir da alle gemeinsam saßen und malten. Ich war damals mit meinen 16/17 Jahren die jüngste, alle anderen Frauen (ja, irgendwie war außer Herrn Nickel kein Mann dabei) waren schon betagt.
Aus dem einen Kurs wurden dann auch drei, wir experimentierten schließlich mit allen möglichen Techniken.

Das vergessene Hobby

Die nächsten Jahre wurde es ruhiger um meine Malerei. Ich bin mir nicht sicher, ob mich der Alltag, das Studium und dann die Arbeit so einnahm, dass ich einfach nicht mehr dazu kam aber scheinbar waren meine Prioritäten andere. So ca. 2015 hatte ich schließlich ein kleines Comeback, als mein Mann und ich unser kleines Unternehmen gründeten. Ich malte sogar die ein oder andere Auftragsarbeit. Tja, und dann kam 2018 unser Sohn zur Welt und ich war froh, wenn ich abends noch ein paar Minuten ausspannen konnte.

 

Und vor zwei Monaten da hatte ich dann plötzlich einmal Zeit. Beziehungsweise, ich nahm sie mir. Coronabedingt waren wir jetzt öfter daheim und mussten freie Zeit füllen. Ich malte des Öfteren mit meinem Sohn und bekam darüber hinaus, wieder mehr Lust zum Malen. Also setzte ich mich abends, wenn der Zwerg schlief, hin, nahm meine Aquarellfarben zur Hand und malte endlich wieder.

Und da war es wieder, das Gefühl der inneren Ruhe. Selbst wenn da ein Fernseher läuft, ich bekomme nicht mit, was da geschieht. Wenn mein Mann was zu mir sagt, ich höre ihn nicht. Ich bin bei mir mit meinen Gedanken, in meiner inneren Welt, ganz im Flow. Das ist es, warum ich das Malen sooo liebe.

Meine Gedanken sprudeln nur so über vor Ideen. Bald ist Muttertag, da muss was Feines her und gerade jetzt, wo die Natur erwacht gibt es wieder so viele Motive zu entdecken. Ich freue mich, auf weitere spannende Projekte und wer weiß, vielleicht sitzen wir ja bald (virtuell) zusammen und halten unseren eigenen Malkurs ab.

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