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Was ist Aquarellmalerei?

Das Besondere an Aquarell

Aquarell kommt aus dem Lateinischen “aqua” was gleichbedeutend mit Wasser ist. Wir malen also ganz simpel ausgedrückt mit Wasserfarben.

Die Aquarellmalerei ist eine lasierende Maltechnik, mit transparenten, nicht deckenden Wasserfarben. Durch diese Transparenz entsteht der Effekt der Lichtdurchflutung. Dadurch entsteht eine besonders intensive Leuchtkraft der Farben.

Das Besonderste an der Aquarellmalerei ist wohl, dass es keine weiße Farbe gibt. Weiß “entsteht” vielmehr durch das Weglassen von Farbe. Das bedeutet, man muss von vornherein wissen, wo man weiß sein soll.

Die Vorteile der Aquarelltechnik

Dieser Eichelhäher ist ihm Rahmen meiner Sketcheverdayapril-Challenge entstanden. Ich habe für diese Aquarellstudie gerade einmal 20 Minuten gebraucht.

Der wohl größte Vorteil in der Aquarellmalerei ist seine Einfachheit. Du erzielst mit wenig Aufwand schnell wunderschöne Bilder. Dabei ist weniger oft mehr, viele Aquarelle bestechen durch ihre Schlichtheit. Außerdem hast du einen relativ geringen Startaufwand. Du brauchst Papier, Farkasten, Pinsel und Wasser. Die Farbe trocknet sehr schnell, wodurch du die Aquarelltechnik besonders gut für Skizzen und Studien nutzen kannst.

Ich finde die Aquarellmalerei besonders spannend, weil sie so vielseitig ist. Sie hat ein sehr weites  Anwendungsspektrum, welches von schnellen Naturskizzen über ausgearbeitete Blumen und Landschaftsaquarellen bis hin zu abstrakten ganz simpel gehaltenen eher abstrakten Werken reicht. Und das Wichtigste in der Anwendung: Es gibt kein Richtig und kein Falsch.
“Die schönsten Aquarelle entstehen oft durch spontan improvisierte Farbaufträge.”

Anwendung von Aquarellfarben

Das Prinzip der Aquarelltechnik ist schnell erklärt. Wir haben Farben, die aus sehr feinen Pigmenten, wasserlöslichen Bindemittel und Feuchthaltemitteln bestehen. Mit dem feuchten Pinsel werden diese Pigmente nun gelöst und können auf das Papier aufgetragen werden.

Malen einer Gerberablüte: Zuerst werden die ganz hellen Gelbtöne aufgetragen, weiße Stellen müssen von vornherein ausgespart werden. Danach werden in vielen Schritten immer mehr Schichten aufgetragen und so die Schatten ausgearbeitet.

Wir wissen bereits, dass das Weiß in der Aquarellmalerei aus dem Weiß des Papiers besteht, du es also nur dadurch erzielst, dass du an den entsprechenden Stellen Farbe weglässt. Dadurch ergibt sich außerdem, dass Aquarelle von hell nach dunkel gemalt werden. Du trägst also erst eine helle, wässrige Lösung mit wenigen Farbpigmenten auf und mischst erst nach und nach immer mir Farbe hinzu, beziehungsweise malst dann schichtweise übereinander. Je mehr Schichten du aufträgst, desto dunkler werden die entsprechenden Partien. Du malst also von wässrig nach deckend, von Licht nach Schatten.

Zwei Aquarelltechniken

Wir unterscheiden zwei grundlegende Maletechniken. Der Unterschied liegt eigentlich nur darin, dass bei der einen Technik auf trockenes Papier, bei der anderen auf nasses Papier gemalt wird.
Beim Nass-auf-Trocken-Malen, dem Lasieren entstehen klare Formen und präzise Kanten, bei der Nass-in-Nass-Technik fließende Farben und sanfte Verläufe. Diese Technik nennt sich Lavieren.

Die Lasur (Nass-auf-Trocken)

Mit der Lasurtechnik trägst du also erst eine neue Schicht Farbe auf das Papier, wenn dieses getrocknet ist. Die untere Farbschicht scheint dann durch die neue Schicht hindurch und du erarbeitest dir mit dem gezielten Übereinanderlegen der Farbschichten also deine Hell-Dunkel-Abstufungen und Mischtöne. Legst du also eine blaue Farbschicht auf eine trockene blaue Farbschicht, wird dein Blau dunkler und satter. Legst du aber beispielsweise gelbe Farbe auf die blaue Schicht, so wirst du einen Grünton erhalten. Du mischst also deine Farben nicht in der Palette, sondern auf dem Papier. Die untere Farbschicht sollte dabei unbedingt komplett getrocknet sein, denn sonst kann es passieren, dass sie dich Farbe erneut löst und sich deine Schichten ungewollt vermischen. Damit riskierst du, dass die Farben nicht mehr strahlt und der besondere Effekt der Lasurtechnik verloren geht.

Du mischst also deine Farben nicht in der Palette, sondern auf dem Papier. Die untere Farbschicht sollte dabei unbedingt komplett getrocknet sein, denn sonst kann es passieren, dass sie dich Farbe erneut löst und sich deine Schichten ungewollt vermischen. Damit riskierst du, dass die Farben nicht mehr strahlt und der besondere Effekt der Lasurtechnik verloren geht.

Dieser “Karpfen blau” ist mit der Lasur-Technik entstanden. Dies kannst du daran erkennen, dass die einzelnen Farbaufträge klare Kanten haben.

Mit der Lasur-Technik kannst du die Transparenzwirkung der Farbe nutzen und damit eine besondere Wirkung erzielen. Sie ist quasi der Grundstein der kompletten Funktionsweise. Du kannst mit den verschiedenen transparenten Lagen spielen und erzielst damit eine ganz eigene und besondere Lichtwirkung. Sie erfordert jedoch viel Übung. Wichtig: Ausprobieren und nicht aufgeben.

Die Lavur (Nass-in-Nass)

Mit dieser Technik malst du verschiedene, mit Wasser verdünnte Farben ineinander, so dass diese ineinander verlaufen. Du kannst dafür auch vorher dein Papier stellenweise oder komplett mit einem Schwamm, Tuch oder dem Pinsel anfeuchten. So verstärkt sich der Effekt des Verlaufens. Dabei solltest du dir grob merken: Die feuchte Farbe fließt immer in die Richtung der trockeneren Schicht und die Farbe fließt nur in dem Bereich des Malgrundes, welcher nass ist. Du kannst also wie oben erwähnt, dein Papier vorher mit dem Pinsel anfeuchten und somit diesen Bereich abgrenzen (Nass-Grenze).

Noch ein Karpfen. Bei Diesem Koi habe ich vorrangig die Nass-in-Nass-Technik angendet. Du kannst die einzelnen Verläufe erkennen, die wunderbar das Fließen des Wassers darstellen.

Die Nass-in-Nass-Technik eignet sich besonders gut für die verwaschene Darstellung bestimmter Bildbereiche, wie beispielsweise Hintergründe, Himmel mit Wolken oder sanfte Farbübergänge. Der besondere Reiz dieser Technik besteht darin, dass du eigentlich relativ wenig Einfluss darauf hast, wie das im getrockneten Zustand ist. Doch gerade das stellt für die Meisten die besondere Faszination dar.

Weitere Aquarelltechniken

Die Verlaufstechnik

Die Nass-in-Nass-Technik eignet sich besonders gut für die verwaschene Darstellung bestimmter Bildbereiche, wie beispielsweise Hintergründe, Himmel mit Wolken oder sanfte Farbübergänge. Der besondere Reiz dieser Technik besteht darin, dass du eigentlich relativ wenig Einfluss darauf hast, wie das im getrockneten Zustand ist. Doch gerade das stellt für die Meisten die besondere Faszination dar.

Aufhellen und Auswaschen

Wie ich bereits erwähnt hatte, lösen sich die Pigmente unter Umständen wieder vom Papier, wenn man sie erneut anfeuchtet. Diese Eigenschaft kannst du dir zu Nutze machen, wenn du beispielsweise eine helle Partie möchtest, wo du vorher Farbe aufgetragen hast. Jedoch funktioniert dies nicht bei allen Farben. Es kann durchaus sein, dass die Pigmente schon so in das Papier eingezogen sind, dass sie unmöglich wieder zu lösen sind.
Ich habe das Auswaschen am Anfang oft genutzt, wenn ich vergessen hatte, Weiß „stehen zu lassen“. Das Ergebnis ist allerdings nie so leuchtend, da immer ein paar Pigmente auf dem Papier haften bleiben. Mittlerweile lasse ich davon eher ab.

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